Bernhard Purin: Die Juden von Sulz. Eine jüdische Landgemeinde in Vorarlberg 1676-1744
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→ zum Bestellformular → zum Download (PDF suchbar 8,6 MB) Nach der Vertreibung der Juden aus Hohenems existierte zwischen 1676 und 1744 in Sulz eine kleine Landjudengemeinde. Auf der Grundlage eines außergewöhnlichen Quellenbestandes wird die Geschichte der Juden von Sulz nachgezeichnet, werden Kultur und Alltagsleben dieser Gemeinde und ihrer Bewohner beschrieben: Religion und Erziehung, Erwerbsleben und Wohnkultur, der Umgang mit christlichen Nachbarn und mit der Obrigkeit. Die Lebenswelt der Sulzer Juden war jedoch nicht auf das lokale Umfeld begrenzt; vielfältige Beziehungen konstituierten weit darüber hinaus ein eigenständiges Gebiet: die Landschaft. Sulz war der südlichste Punkt eines Raumes enger und wechselseitiger Beziehungen jüdischer Gemeinden, der sein wirtschaftliches und religiöses Zentrum in der Region um Augsburg besaß. Im Pogrom von 1744 wurden die Sulzer Juden vertrieben und ihre Häuser zerstört. Die meisten der Vertriebenen ließen sich in Hohenems nieder, wo die Erinnerung an Sulz in vielfältiger Weise weiterlebte. Aber auch in der Gemeinde Sulz und ihrer Umgebung finden sich noch heute Spuren jüdischer Geschichte.
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