Harald Walser/Esther Martinet (Schweiz) (1999): Verfolgung und grenzüberschreitende Hilfe der Zeugen Jehovas im „Dreiländereck“ 1934 - 1945 — Deutschland, Vorarlberg und Ostschweiz

Die strikte Ablehnung jeder Gewaltanwendung im allgemeinen und des Kriegsdienstes im Besonderen führte dazu, dass die "Bibelforscher" von den Nationalsozialisten besonders verfolgt wurden. Im Grenzgebiet Schweiz — Vorarlberg gab es einen regen Schmuggel von religiösen Schriften, oft mit fatalen Folgen: KZ-Haft und sogar Hinrichtungen. Unpublizierter Beitrag aus Anlass der zeithistorischen Ausstellung „Vergessene Opfer – Jehovas Zeugen unter dem Nazi-Regime“ im Waaghaus St. Gallen vom 30. ...
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Werner Bundschuh (2012): Hitlers Sklaven in Vorarlberg. Zwangsarbeit in Lustenau

Im Historischen Archiv der Marktgemeinde Lustenau befinden sich Listen mit Hunderten Namen von "Ostarbeitern" und "Ostarbeiterinnen", die zwischen 1939 und 1945 in kriegswichtigen Betrieben oder in der Landwirtschaft beschäftigt waren. Einige von ihnen wurden in der Ukraine von Margarethe Ruff und Werner Bundschuh aufgesucht.
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Markus Barnay (2011): Wehrmachtsdeserteure und ihr Umfeld im Großen Walsertal

Gerade junge Männer aus abgelegenen ländlichen Gegenden entzogen sich auffällig häufig dem Militär - in einem Zusammenspiel aus sozialer Randständigkeit und starkem antiautoritären Eigensinn. Im Großen Walsertal fanden solche Deserteure ein Milieu, das sie schützte, sie aber durch nachbarschaftliche Nähe auch äußerst gefährdete. Zwei von ihnen - Wilhelm Burtscher und Martin Lorenz - wurden verhaftet und nach einem Prozess, dessen Details bis heute Fragen aufwerfen, hingerichtet.
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Meinrad Pichler (2011): Hilar Huber (1920–2001) – Der Grenzgänger und seine Fluchten

Es ist die Geschichte einer unglaublichen Desertion aus der deutschen Wehrmacht: Fünf Jahre hat der Höchster Hilar Huber auf der Flucht und in Gefängnissen verbracht, ehe er im Mai 1945 aus der Schweiz ins befreite Österreich - und in ein unauffälliges Zivilleben - zurückkehrte.
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Werner Bundschuh (2011): August Weiß (1921–2008) – Moorsoldat Nr. 503/41

Der konsequente Weg eines katholischen Antimilitaristen führte ins Zuchthaus, ins Soldaten-KZ, in ein "Bewährungsbataillon" - und schließlich in eine Nachkriegsgesellschaft, in der Leute wie August Weiß lange Zeit zum Schweigen verurteilt waren.
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Angelika Rosina Kuntner (2009): Ein Tod bei Feldkirch. Leben und Werk der Widerstandskämpferin Hilde Monte-Olday (1914-1945)

In den letzten Kriegstagen des April 1945 ereignete sich ein einsamer Tod bei Feldkirch. Eine Frau verblutete an der Grenze zu Liechtenstein an einer Schussverletzung. Erst zwei Jahre später wurde die Identität der Toten geklärt - und damit das Ende eines Lebens, das so mutig und zielstrebig wie wenig andere geführt worden war, zumal im Kampf gegen den Nationalsozialismus.
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Meinrad Pichler (2008): NS-Herrschaft in Vorarlberg 1938-1945

Gerafft und konzentriert: das Wesentliche zum Wirken und zu den Folgen der nationalsozialistischen Herrschaft in Vorarlberg.
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Werner Bundschuh (2008): Das "Kartell des Schweigens" bekommt Risse

Wie ließ man nach 1945 in Vorarlberg die NS-Vergangenheit vergehen? Ein Überblick über die rasche - und für fast alle prominenten Nazis relativ schmerzlose - Entnazifizierung nach dem Krieg und über die Aktivitäten, die ab Anfang der 1980er Jahre das Thema "Nationalsozialismus in Vorarlberg" wieder langsam ins öffentliche Bewusstsein gerückt haben.
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Meinrad Pichler (2007): Der Vorzugsschüler im Widerstand. Gelebte Humanität, praktiziertes Christentum: Josef Anton King (1922-1945)

Er war menschlich unter einem unmenschlichen Regime: Das führte den hochbegabten Bauernsohn Josef Anton King in den individuellen Widerstand gegen den Nationalsozialismus und kostete ihn das Leben. Eine von sechzehn Biographien aus Meinrad Pichlers Erfolgsbuch "Quergänge - Vorarlberger Geschichte in Lebensläufen".
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Werner Dreier (2006): Max Riccabona im KZ Dachau – Worüber er nicht schreiben konnte

Es hat viele Versuche gegeben, die Barbarei des nationalsozialistischen KZ-Systems zu beschreiben. Doch vielleicht sind jene Beschreibungen am eindrücklichsten, die die verstörendsten sind: weil die Worte fehlen. Max Riccabonas Inhaftierung im KZ Dachau und die Verfolgung seiner Familie haben in seinem Leben Spuren hinterlassen, die ihm ein angemessenes Schreiben und Sprechen über das Erlebte unmöglich machten.
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Meinrad Pichler (2005): "Nicht für Hitler" – Der katholische Kriegsdienstverweigerer Ernst Volkmann (1902-1941)

Wozu die Nationalsozialisten Ernst Volkmann nicht zu zwingen vermocht hatten, das schafften die Traditionsverwalter nach 1945: aus dem hingerichteten Wehrdienstverweigerer auf dem Bregenzer Kriegerdenkmal einen Soldaten der Deutschen Wehrmacht zu machen. Eine Erinnerung an einen ganz ungewöhnlichen Mann und an den ganz gewöhnlichen Umgang mit Opfern des Nationalsozialismus nach 1945.
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Werner Bundschuh (2004): "Um so einen Mann trauert man nicht ... Begräbnis nicht bewilligt!" Das "Euthanasie"-Opfer Franz Josef Gstrein

Der "Fall" des "Euthanasieopfers" Franz Josef Gstrein, der Ende August 1942 in Hartheim/Niedernhart ermordet wurde, hat durch die Bemühungen des Dornbirner Rechtsanwalts Dr. Helmuth Mäser eine besondere Bedeutung erlangt: Ihm gelang es, aus dem Nationalfonds der Republik Österreich eine Entschädigung für die Kinder des Ermordeten zu erreichen - weil er nachwies, dass die Einlieferung in die Valduna und in die oberösterreichische Tötungsanstalt aus politischen Gründen erfolgte.
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Werner Bundschuh (1993): "Gau Schweiz – Anschluss erwünscht" – Der Fall Josef Franz Barwirsch

Der aus Österreich stammende Dr. Franz Josef Barwirsch wurde 1946 in der Schweiz als Landesverräter zu 20 Jahren Haft verurteilt. Während des 2. Weltkrieges hatte er den "Anschluss der Schweiz" an das "Großdeutsche Reich" betrieben. Wären die Barwirsch-Aktivitäten schon damals entdeckt worden, hätte er mit der Todesstrafe rechnen müssen. Barwirsch gelang 1954 die Flucht nach Österreich. In den Siebzigerjahren prozessierte er wegen einer Haftentschädigung vergeblich gegen die Schweiz.
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Gernot Kiermayr-Egger (1990): "Euthanasie" in Vorarlberg – Die Ermordung von "Geisteskranken" aus der Valduna und den Versorgungshäusern

1990 wurde in dem Buch "Ausgrenzen - Erfassen - Vernichten. Arme und 'Irre' in Vorarlberg" zum ersten Mal das ganze Ausmaß des Verbrechens nationalsozialistischer Ärzte an den Insassen von Vorarlberger Versorgungsheimen und an den so genannten Geisteskranken in der Valduna deutlich. Lange Zeit - und zum Teil bis heute - blieb dieser Teil der nationalsozialistischen Mordkultur verborgen, weil man sich für die Opfer schämte, während die Mörder an ihren zivilen Nachkriegskarrieren werkten.
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Maria Stromberger

Harald Walser (1988): "Der Engel von Auschwitz" – Zum Wirken der Krankenschwester Maria Stromberger

Maria Stromberger starb 1957 in Bregenz - nicht viele hatten von dieser ungewöhnlichen Frau Notiz genommen. Dabei hatte sie mit unwahrscheinlichem Mut und großer Menschenliebe im Zentrum der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie Widerstand geleistet. Hier wird - nach einem kurzen Beitrag in dem Buch "Von Herren und Menschen - Verfolgung und Widerstand in Vorarlberg" (1985) - ihr Leben und Wirken zum ersten Mal umfangreich dokumentiert.
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Werner Dreier (1988): Die Geschichte von der kleinen Hanna, der Hitler mehr stahl als das rosarote Kaninchen

Antisemitismus in der Zwischenkriegszeit, die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und das Schicksal eines Mädchens in Dornbirn.
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Harald Walser (1987): Der Tod eines Staatsdieners. Hugo Lunardon und der Nationalsozialismus in Dornbirn

Der Postenkommandant der Dornbirner Gendarmerie ist ein Beispiel für "Pflichterfüllung" der anderen Art: Während sein Stellvertreter seine Arbeit sabotierte, ging Lunardon 1933-34 gegen die illegalen Dornbirner Nationalsozialisten und die Vorarlberger SS vor. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde er ins KZ eingeliefert, wo er im März 1940 starb. Seine Frau führte zwei Jahre lang einen verzweifelten Kampf um sein Leben.
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Kurt Greussing (1985): Kriegerdenkmäler oder Opferdenkmäler? Rede zur Präsentation des Buches "Von Herren und Menschen"

Was haben Austrofaschismus und Nationalsozialismus gemeinsam - und was unterscheidet sie? Wie ging man mit den Verfolgten nach 1945 um - und was wären Konsequenzen für heute? Eine Einführung zu dem Buch "Von Herren und Menschen - Verfolgung und Widerstand in Vorarlberg 1933-1945", das zum ersten Mal diesen Themenkomplex umfassend dargestellt hat.
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Werner Dreier (1985): Doppelte Wahrheit. Ein Beitrag zur Geschichte der Tausendmarksperre

Geschichte entsteht im Kopf, und historische Mythen sind zäh: so etwa jener, die zwischen 1933 und 1936 vom Deutschen Reich gegen Österreich verhängte "Tausendmarksperre" habe damals den Vorarlberger Fremdenverkehr ruiniert und das Land anschlussreif geschossen. Die "Tausendmarksperre" hatte durchaus ihre Wirkungen, doch neben wirtschaftlichen vornehmlich eine in den Köpfen - zumal nach dem Ende der NS-Zeit.
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Harald Walser (1980/1982): Die Hintermänner. Vorarlberger Industrielle und die NSDAP 1933-1934

Die erste kritische geschichtswissenschaftliche Veröffentlichung zu den einflussreichen Personen, die hinter der nationalsozialistischen Bewegung in Vorarlberg standen, und damals ein Tabubruch: weil man es hierzulande bis dahin nie so genau hatte wissen wollen.
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