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Markus Barnay (1987): Märchenonkel gegen Nestbeschmutzer. Anmerkungen zum "Historikerstreit" in Vorarlberg
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Ein Beitrag zur Geschichte der (neueren) Landesgeschichtsschreibung - das Ende des Vorarlberg-Zentrismus und der Alemannen-Mythologie. Ein Ende mit Ächzen und Stöhnen, mit Hauen und Stechen, doch immerhin: ein Ende.
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Politische Kultur
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Markus Barnay (1989): "Echte Vorarlberger" und "fremde Bettler". Bildung von Landesbewußtsein und Ausgrenzung von Zuwanderern in Vorarlberg im 19. und 20. Jahrhundert
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Industrialisierung und Zuwanderung sind siamesische Zwillinge: Das eine ist ohne das andere nicht zu haben. Gleichzeitig wurden von den alteingesessenen politischen Eliten immer auch Strategien zur Ausgrenzung dieser Zuwanderer entwickelt. Doch "Fremdsein" ist nichts Natürliches. Fremde und Einheimische haben eines gemeinsam: Sie werden nicht vorgefunden, sondern erfunden.
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Geschichte 19./20. Jh.
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Markus Barnay (1998): Vorarlbergs Sonderfahrt durch die 2. Republik. Vom Alemannenmythos zur Euregio Bodensee
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Ein Beitrag zur Entwicklung des Vorarlberg-Bewusstseins im 20. Jahrhundert, zu "Regionalismus" als Herrschaftsmittel und zum Beharrungsvermögen des Alemannen-Mythos - und schließlich zum Widerstand gegen das von oben verordnete Geschichtsbild.
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Politische Kultur
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Markus Barnay: Vorarlberg - Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart
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Quellennachweise und ergänzende Bemerkungen zum Buch [Stand: 1.9.2011]
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Meinrad Pichler (1987) / Wise Köhlmeier (1972-77): Rezensionen zu Benedikt Bilgeris "Geschichte Vorarlbergs"
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Mit Benedikt Bilgeris fünftem Band der „Geschichte Vorarlbergs“ kam im Jahre 1987 ein Projekt zu Ende, in das die Vorarlberger Landesregierung – unter der ideologischen Federführung von Landesamtsdirektor Elmar Grabherr – große Hoffnungen gesetzt hatte: dass es, allein schon auf Grund des Quellenumfangs, den unwiderlegbaren historischen Nachweis für die seit grauer Vorzeit bestehende „Identität“ Vorarlbergs und das ungebrochene Freiheitsstreben seiner Bewohner liefern würde.
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Politische Kultur
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Meinrad Pichler (2009): Grausame Gleichzeitigkeit
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Während Elmar Grabherr, nach dem Zweiten Weltkrieg (bis 1976) mächtigster Beamter in der Vorarlberger Landesverwaltung, im schönen Innsbruck am grünen Inn dem "Führer" diente und in Briefen an vermeintliche Freunde vom Endsieg schwadronierte, wurde in Bregenz eine Frau aus "rassischen" Gründen deportiert: eine grausame Gleichzeitigkeit, für die der Schreibtisch-Nazi Grabherr, der sich nach 1945 selbst entnazifizierte, nie Bedauern gezeigt hat.
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Politische Kultur
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Meinrad Pichler: Nationalsozialismus in Vorarlberg. Opfer - Täter - Gegner
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Innsbruck: StudienVerlag 2012 (= Band 3 der Reihe "Nationalsozialismus in den österreichischen Bundesländern", herausgegeben von Horst Schreiber im Auftrag von _erinnern.at_), 416 Seiten, fest gebunden, mit 260 Abb., Orts- und Personenregister sowie Glossar, ISBN 978-3-7065-5030-7, € 24,90
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Andere Verlage
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Neuere & ältere Titel
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Peter Melichar (2022): Elmar Grabherrs "Alemannen-Erlass"
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Elmar Grabherr, nach 1945 der wichtigste und prägendste Beamte der Vorarlberger Landesregierung, hat 1961 in einem als "Alemannen-Erlass" bekannt gewordenen Rundschreiben versucht, die "landsmannschaftliche Herkunft" zum Kriterium bei Stellenbesetzungen, Fördergeldern und Wohnungsvergaben zu machen. Dieses von Grabherr als "Erlass" verstandene Rundschreiben fügt sich in das Bild eines ehemaligen Nationalsozialisten, der vom "Arier" der NS-Zeit zum "Alemannen" der Nachkriegszeit mutierte.
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Politische Kultur
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Werner Bundschuh (2000): Mentalität, Identität, Integration
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Markus Barnay hat im Jahre 1988 seinem Buch den programmatischen Titel "Die Erfindung des Vorarlbergers" gegeben. Das katholisch-konservative Lager schrieb im ausgehenden 19. Jahrhundert die "Eigenständigkeit des Landes" auf seine Fahnen und setzte den "Alemannenmythos" als politisches Instrument ein. Die Inhalte ethnischer Selbstbeschreibung gehorchten auch nach 1945, bis in die Gegenwart, politischen und sozialen Interessen der regionalen Machteliten.
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Politische Kultur
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Werner Bundschuh (2021): Veränderung der Zeitgeschichtsforschung durch die Johann-August-Malin-Gesellschaft
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In den 40 Jahren ihres Bestehens hat die Johann-August-Malin-Gesellschaft die Vorarlberger Zeitgeschichtsforschung geprägt - und verändert. Aus "linken jungen Historikern", die anfangs von konservativer Seite kräftig Gegenwind bekamen, wurde durch Publizistik, Veranstaltungen und geschichtspolitische Interventionen ein Verein, der in der Geschichtslandschaft Vorarlbergs seinen unverwechselbaren Platz gefunden hat.
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