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06.11.2026 – Gedenkveranstaltung: NS-Zwangssterilisierungen in Vorarlberg

Veranstaltung in Gedenken an das Novemberpogrom vom 9./10. November 1938 um 19:00 Uhr im vorarlberg museum.

Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933 sah vor, dass psychisch Kranke, geistig oder körperlich Beeinträchtigte, Süchtige und Angehörige weiterer Personengruppen einer Zwangssterilisierung unterzogen werden. In Vorarlberg wurden etwa 130 Personen auf behördliche Anordnung zwangssterilisiert, mehr als zwei Drittel von ihnen im Sanatorium Mehrerau in Bregenz.

 

Vortragende

MMag. Dr. Ina Friedmann, Senior Scientist, Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck: „Ihr Sohn […] muß sich mit seiner Unfruchtbarmachung abfinden“. Zwangssterilisierungen in Vorarlberg von 1940 bis 1945.

Dipl.-Pol. Volker Strähle, Referent Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Gedenkstätte Münchner Platz Dresden / Stiftung Sächsische Gedenkstätten: Willi Strähle und Marlene Strähle, geb. Jordan. Zwangssterilisierung und Zwangsabtreibung als Teil der eigenen Familiengeschichte. 

Ing. Lukas Huber, Generalsekretär, Österreichischer Gehörlosenbund, Wien: Verfolgt, sterilisiert, engagiert: Die Lustenauer Familie Holzer und die Vorarlberger Gehörlosengeschichte.

Die gesamte Veranstaltung wird durch geprüfte Dolmetscherinnen für die österreichische Gebärdensprache gedolmetscht.

 

Veranstalter

Gedenkgruppe Bregenz, vorarlberg museum

 

Kooperationspartner

Bund sozialdemokratischer Akademiker*innen Vorarlberg, Carl Lampert Forum, erinnern.at, Evangelische Pfarrgemeinde A.u.H.B. Bregenz, Frauenmuseum Hittisau, Johann-August-Malin-Gesellschaft, Jüdisches Museum Hohenems, Katholische Kirche Bregenz, Landeshauptstadt Bregenz, Stadtarchiv, Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik, Pensionistenverband Vorarlberg, Renner-Institut Vorarlberg, Verband Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung (VÖGB) Vorarlberg

Willy und Marlene Strähle, geb. Jordan. © Familie Strähle

Willy und Marlene Strähle, geb. Jordan. © Familie Strähle