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18.12.2001 / Wehrmachtsausstellung: Dörler erteilt Rauch-Vorschlag Absage

Neue Vorarlberger Tageszeitung


(har) Eine klare Absage erteilte Landtagspräsident Manfred Dörler (VP) dem Vorschlag der Grünen, eine kleine Landtagsdelegation - je ein Vertreter jeder Fraktion, der Landtagspräsident und ein fachkundiger Historiker -  nach Berlin zu entsenden, um sich dort von der laufenden Wehrmachtsausstellung vor Ort ein Bild zu machen. Den Betreibern dieser Ausstellung stehe es selbstverständlich frei, diese in Vorarlberg durchzuführen. Der Landtag habe bei der letzten Sitzung mit 29 zu 7 Stimmen beschlossen, für deren Durchführung keine finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, führt Dörler in einem offenen Brief an den Grünen-Vorstandssprecher Johannes Rauch an. Unterstützung erhält Dörler von Landesstatthalter Hubert Gorbach (FP), der ebenfalls keine Notwendigkeit sieht, eine Landtagsdelegation zur Wehrmachtsausstellung nach Berlin zu entsenden.

Für SP-Klubobmann Günther Keckeis ist auch ohne einen solchen Besuch in Berlin klar, dass diese Wehrmachtsausstellung im Land ausgestellt und auch entsprechend gefördert werden muss.

Vergangenheit aufarbeiten

Die Landesregierung sei aufgefordert, zur Aufarbeitung der Vergangenheit beizutragen, so Keckeis. Sollte die Landtagsexkursion nach Auschwitz und auch die nachfolgende Beschlussfassung im Landtag einen Sinn gehabt haben, so müssten VP und FP diese Ausstellung auch finanziell unterstützen, so Keckeis abschließend.

 

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