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06.12.2023 - Film und Gespräch: "Große Freiheit"

Österreich, Deutschland 2021 | 100 min | Regie: Sebastian Meise | Buch: Sebastian Meise, Thomas Reider | Kamera: Crystel Fournier | Schnitt: Joana Scrinzi | Musik: Peter Brötzmann, Nils Petter Molvaer | Mit: Franz Rogowski, Georg Friedrich, Anton von Lucke, Thomas Prenn, u.a. Veranstaltungsort: Metrokino Bregenz, Rheinstraße 25, 6900 Bregenz, 06.12.2023, 20:00 Uhr.

Im repressiven Nachkriegsdeutschland wird Hans wegen seiner Homosexualität immer wieder eingesperrt. Im Gefängnis trifft er auf den verurteilten Mörder Viktor. Aus gegenseitiger Abneigung entsteht über die Jahre eine Liebe. Auf drei Zeitebenen über eine Periode von 24 Jahren erzählt, beschäftigt sich das deutsch-österreichische Drama mit einem dunklen Kapitel der bundesdeutschen Justizgeschichte. Auch wenn das Totalverbot 1969 aufgehoben werden musste, blieb § 175 bis 1994 bestehen.

Mit Hilfe seiner hervorragenden Hauptdarsteller Franz Rogowski und Georg Friedrich erzählt Sebastian Meise in seinem elegischen Gefängnisfilm Große Freiheit auf fast dokumentarische Weise von der Schwulenfeindlichkeit der deutschen Gesetzgebung und der langsam wachsenden Freundschaft zweier Männer.

Der Film wurde mit 19 internationalen Filmpreisen ausgezeichnet. Darunter den Jury Preis „un certain regard“ in Cannes 2021, den Publikumspreis bei den Fimfestpielen in Athen, als Bester Film bei den Filmfestspielen in Sevilla und Sarajevo und der Europäische Filmpreis für die Beste Kamera.

Reservierungen sind erbeten und können über die Website des Metrokino Bregenz vorgenommen werden.

Im Anschluss an den Film diskutieren geladene Gäste über das Thema der Verfolgung von Homosexuellen in Vorarlberg.

Eine Veranstaltung des Filmforum Bregenz in Zusammenarbeit mit ERINNERN:AT, dem Fachbereich LGBTIQ+ der Landeshauptstadt Bregenz und der Johann-August-Malin-Gesellschaft.

Hans Hoffmann liebt Männer. Als ihn Soldaten der Alliierten nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus aus dem Konzentrationslager befreien, ist seine Leidenszeit noch nicht zu Ende. Hans wird in den Regelvollzug überstellt, um seine Reststrafe abzusitzen – nach Paragraph 175, der unverändert in Kraft ist. (Quelle: filminstitut.at)

Hans Hoffmann liebt Männer. Als ihn Soldaten der Alliierten nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus aus dem Konzentrationslager befreien, ist seine Leidenszeit noch nicht zu Ende. Hans wird in den Regelvollzug überstellt, um seine Reststrafe abzusitzen – nach Paragraph 175, der unverändert in Kraft ist. (Quelle: filminstitut.at)

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