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13.02.2002 / Vortrag: Verbrechen der Wehrmacht - immer noch ein Tabu?

Prof. Dr. Manfred Messerschmidt

Historiker und Jurist; langjähriger Leitender Historiker des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und Mitglied der "Waldheim-Historikerkommission":

Spielboden Dornbirn, 13. Februar 2002, 20 Uhr

Das Bestreben, die "neue Wehrmachtsausstellung" nach Vorarlberg zu bringen, scheint erfolglos zu sein. Die Landtagsmehrheit lehnt eine Unterstützung dieser Ausstellung ab. Führende FPÖ-Politiker wie Landesstatthalter Hubert Gorbach zweifeln sogar die Seriosität der Ausstellung an, und in emotionsgeladenen Leserbriefen werden die Initiatoren zum Teil scharf angegriffen und verunglimpft.

Dass die dt. Wehrmacht von 1941 bis 1944 auf dem Balkan und in der Sowjetunion keinen "normalen Krieg", sondern einen rassistisch motivierten Vernichtungskrieg geführt hat, wird von manchen Zeitgenossen und auch Nachgeborenen immer noch nicht akzeptiert.

Eine Sachdiskussion und verstärkte Aufklärung ist deshalb notwendig. Es geht nicht darum, eine ganze Generation pauschal zu verurteilen. Im Gegenteil: Zu differenzieren ist die Aufgabe der Historiker.

Prof. Messerschmidt ist zweifellos einer der bekanntesten und angesehendsten Kenner der deutschen Militärgeschichte. In seinem Vortrag wird er zeigen, warum die Legende von der "sauberen Wehrmacht" nicht haltbar ist. Anschließend wird er sich einer Publikumsdiskussion stellen.

 

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