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30.3.2017 - Teatro caprile: „Der Fall Riccabona – Szenen einer Familiengeschichte“

Ort und Zeit: Vorarlberg Museum Bregenz, Premiere: 30.3.2107; Folgeaufführungen: 31. März; 4. und 5.April 2017 jeweils 19 Uhr; im Ambiente der aktuellen Sonderausstellung. Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl (max. 40) ist eine Anmeldungen nötig.  Anmeldung unter 05574 46050 oder info@vorarlbergmuseum.at

Der Fall Riccabona – Szenen einer Familiengeschichte

Ein Theaterabend in einer Ausstellung, eine Dramaturgie von Objekten und Erinnerungen, die Erkundung des Museums von ganz unten bis ganz oben, auf jeder Ebene trifft das Publikum auf drei sehr individuelle Schauspieler und eine Tänzerin, die sich buchstäblich zwischen Objekten und Geschichten finden und verlieren, erzählen und in Zwiesprache mit den Protagonisten der Ausstellung treten. Das flüstert und schreit und singt, treibt seine Späße in der Annäherung an den Aberwitz der Texte Max Riccabonas. Hautnah und unmittelbar offenbaren sich die vier Darsteller in diesem Drama der nicht gestellten Fragen. Sie entfalten damit ein wichtiges Stück österreichischer und Vorarlberger Geschichte, einer Geschichte von Aufstieg und Niedergang, Liebe und Verlust und den Auswirkungen einer grausamen Politik bis in den engsten Familienkreis. Eine Geschichte von Solidarität und Mut ebenso wie Opportunismus und oftmals allem zusammen. Und als Besonderheit gibt es erstmals eine szenische Umsetzung aus Teilen von Max Riccabonas Oeuvre „Der Halbgreyffer“.

Der Umstand, dass es noch ZeitgenossInnen gibt, die sich an Max Riccabona, seine Frau Charlotte Roth, seine Schwester Dora oder an das Miederwarengeschäft Perlhefter erinnern können, schafft einen spannenden Bogen von Zeitgeschichte zu Erinnerungskultur eingebunden in Literatur und historische Fakten.

Basierend auf der umfangreichen und spannenden Aufarbeitung des geschichtlichen Materials, von Unterlagen, Objekten, Korrespondenzen und einer Vielzahl persönlicher Gespräche durch Peter Melichar zeigt teatro caprile eine Familiengeschichte, die spannend und widersprüchlich zwischen den Antipoden gelingender Migration und Integration, großbürgerlicher Urbanität, wirtschaftlichem Erfolg und der brutalen Zerstörung durch das NS-Regime pendelt

Team:

Regie und Textzusammenstellung: Andreas Kosek

Kreatives Auge von außen: Maria King

Dramaturgie: Maria Steinberger

Regieassistenz und Kostüme: Maria Etlinger, Roland Etlinger

Tanz: Ruth Grabher

Schauspiel: Georg Kreuzbauer, Katharina Grabher, Andreas Kosek

Mit hilfreicher und kreativer Unterstützung von Peter Melichar, Manfred Welte, Hanno Löwy, Nikolaus Hagen, Christian Vrisk und dem Team des Museums Voralberg

Gefördert vom Land Vorarlberg, Stadt Bregenz, _erinnern.at_, Johann-August-Malin-Gesellschaft und Netzwerk Tanz.